4. Internationales Arbeitstreffen zur Montanarchäologie

 

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(*Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der European Geoparks Week 2009 )
(**nicht öffentlicher Teil, Fachtagung. Download des Tagungsprogramms, 21 KB)

 

*Donnerstag, 28. Mai 2009

Vortragsveranstaltung
19.30 Uhr im Historischen Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung Reichelsheim

Dipl.-Geol. Jochen Babist
(Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald/Institut Europa Subterranea):
Montanarchäologie – was ist das?

Die Nutzung natürlicher Ressourcen und Rohstoffe aus dem Gestein im Untergrund hat vielen Kulturlandschaften ein besonderes Gepräge verliehen. Bergbaurelikte über und unter der Erdoberfläche enthalten wichtige Informationen zu Technik-, Wirtschafts- und Industriegeschichte, die heute nur noch mit archäologischen Methoden zu entschlüsseln sind. Gerade das Alltägliche einer in früheren Jahrhunderten gewöhnlichen Arbeit ist es, was oftmals in Urkunden keinen schriftlichen Niederschlag gefunden hat. Im Boden sind jedoch die Überreste des Arbeitsalltags früherer Jahrhunderte konserviert und lassen sich aus einzelnen Puzzleteilchen zu einem Gesamtbild interpretieren. Der Vortrag zeigt die verschiedenen interdisziplinären Aspekte einer relativ jungen Sparte der Archäologie an Beispielen aus dem Odenwald und will anregen, die durch Jahrhunderte lange Rohstoffnutzung entstandenen Kleinformen in unserer Kulturlandschaft mit anderen Augen zu sehen und zu bewahren.

 

**Freitag, 29. Mai 2009

 

ab 15.00 Uhr Anreise, Zimmerbezug im Gasthaus "Lärmfeuer" in Rohrbach, Registrierung der Teilnehmer
 

Anfahrt nach Reichelsheim mit Privat-Pkw

17.00 Uhr - 18.45 Uhr






Offizielle Eröffnung der Tagung
Empfang in der historischen Halle des Alten Zent- und Rathauses Reichelsheim durch den Bürgermeister der Gemeinde Reichelsheim, Kurzführung durch die neu gestaltete Bergbauabteilung des Regionalmuseums

Rückfahrt zum Tagungshotel in Reichelsheim/Rohrbach
mit Privat-Pkw

ab 19.00 Uhr Abendessen und Icebreaker-Party im Gasthaus "Lärmfeuer" in Rohrbach
   
   
**Samstag, 30. Mai 2009 (Reichelsheim - Rohrbach)

 

7.30 Uhr - 8.30 Uhr Frühstück im Gasthaus "Lärmfeuer" in Rohrbach für Übernachtungsgäste
8.30 Uhr Beginn des Vortragsprogramms
8.30 Uhr – 9.15 Uhr

Martin Straßburger & Stephan Adlung:
Datierung von Stollenprofilen –
ein Beitrag zur Typochronologie in der Montanarchäologie

9.15 Uhr – 10.00 Uhr Stephan Adlung:
Der Hohestolln im Freiberger Zentralrevier
(Deutschland, Sachsen), die Entdeckung einer bedeutenden mittelalterlichen Stollenanlage – eine Projektvorstellung
10.00 Uhr - 10.30 Uhr Kaffeepause und Postersession
10.30 Uhr – 11.15 Uhr

Peter Gstrein:
Entstehung und Fortentwicklung der Wasserkünste

11.15 Uhr – 12.00 Uhr

Joachim Lorenz:
Bergbaue im Spessart am Beispiel Bieber, Sailauf,
Sommerkahl und Schöllkrippen

12.00 Uhr – 12.45 Uhr

Jochen Babist:
Mittelalterlicher und früh neuzeitlicher Eisenerzbergbau im mittleren Odenwald – Projektvorstellung und Ergebnisse der laufenden Arbeiten der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald

12.45 Uhr - 13.30 Uhr

gemeinsames Mittagessen im Gasthaus „Lärmfeuer“

13.30 Uhr - 13.40 Uhr

Sammeln zur Busexkursion an der Haltestelle
„Rohrbach-Friedhof“ unterhalb des Tagungshotels

13.40 Uhr – 18.30 Uhr

Exkursion I:
„Mittelalterlicher und früh neuzeitlicher Eisenerzbergbau im mittleren Odenwald – Relikte erkennen und bewerten“
Michelstadt/Steinbach: karolingerzeitliche Einhardsbasilika,
Tongrube Bauer mit Holzverbau-Resten bislang undatierter Bergwerksschächte und Eisenverhüttung am “Großen See“ im Rehbacher Tal, Pingenfeld Spreng, Bergbau und Verhüttung „Stollwiese“ bei Rohrbach.

18.30 Uhr - 19.30 Uhr

gemeinsames Abendessen im Gasthaus „Lärmfeuer“

20.00 Uhr – 20.30 Uhr


IES-Information
John van Schaik & Jacquo Silvertant:
Neues aus dem Institut Europa Subterranea

ab 20.30 Uhr

offene Diskussionsrunde und gemütliches Beisammensein

 

 

 

**Sonntag, 31. Mai 2009 (Hirschberg - Großsachsen)
   
7.30 Uhr - 8.20 Uhr Frühstück im Gasthaus "Lärmfeuer" in Rohrbach für Übernachtungsgäste
8.20 Uhr - 8.30 Uhr

Sammeln zum Bustransfer an der Bushaltestelle
„Rohrbach-Friedhof“ unterhalb des Tagungshotels
8.30 Uhr – 9.30 Uhr

Bustransport Reichelsheim/Rohrbach – Großsachsen

9.30 Uhr

Beginn des Vortragsprogramms in der
„Alten Turnhalle“ in Hirschberg/Großsachsen

9.30 Uhr - 10.00 Uhr Empfang und Begrüßung durch den Bürgermeister von Hirschberg
10.00 Uhr – 10.45 Uhr

Andreas Milchsack:
Anwendungen der Geoelektrik in der Montanarchäologie

10.45 Uhr – 11.30 Uhr

Thomas Steinmetz:
Burgenbau in Odenwälder Montanrevieren

11.30 Uhr – 12.15 Uhr

Claudia Eckhardt:
Lokale Botschafter eines globalen Netzwerkes: ein gesellschaftlicher Ansatz zur Kommunikation und Tradition des Welterbes – Geopark-vor-Ort-Führer im globalen und europäischen Geopark Bergstraße-Odenwald

12.15 Uhr – 13.00 Uhr

Andreas Arnold:
In der Ruhe liegt die Kraft - Fledermäuse in Bergwerken

13.00 Uhr – 17.00 Uhr





Exkursion II:
Das Blei- und Silbererzrevier Großsachsen und
Hohensachsen an der Bergstraße – Forschung
und Geotourismus“
Sicherungsprojekt Grube „Hülfe Gottes“, Vesper mit Blick auf den Oberrheingraben, Relikte des Beltzberger Schachtes, Befahrung des Tagstollens der Grube „Marie in der Kohlbach“.

17.00 Uhr - 18.00 Uhr Bustransport Hohensachsen - Reichelsheim/Rohrbach
ab 18.00 Uhr Abschlussfeier und Abendessen am Lagerfeuer, Vorstellung des Tagungsbandes
   
   
**Montag, 1. Juni 2009 (Reichelsheim; Workshop optional)
   
7.30 Uhr - 8.30 Uhr Frühstück im Gasthaus "Lärmfeuer" für Übernachtungsgäste
8.30 Uhr – 9.00 Uhr

Räumen der Zimmer im Tagungshotel für Übernachtungsgäste
(Das Gepäck kann in einem abschließbaren Raum im Tagungshotel gelagert werden)

9.00 Uhr

Beginn des Montanarchäologie-Workshops

9.00 Uhr – 11.00 Uhr Theoretischer Teil (im Tagungshotel)
8.30 Uhr - 12.30 Uhr

Ralf Klausmann (Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Abteilung Archäologie):
Grabungstechnik in Theorie und Praxis

Andreas Milchsack (Geophysiker):
Einführung in die Geomagnetik

11.00 Uhr – 14.00 Uhr Feldpraktikum (Bergbaugebiet „Stollwiese“ bei Rohrbach):
 

(1) Geomagnetische Messungen an Schlackenhalden einer Eisenerzverhüttung
(Andreas Milchsack)
(2) Experimentelle Messungen nach der
„Very large frequency method“ (Klaus Klepper)
(3) Vermessen und Kartieren mit Theodolith, Stollenprofilmessgerät und Augenmaß
(Ekkehard Rieder, Jochen Babist)

(Bitte beachten Sie: Alle Stationen des Feldpraktikums sind in direkter Nachbarschaft zueinander aufgebaut, sodass jeder Teilnehmer während des Feldpraktikums jede Station besuchen kann.)
   
ab 14.00 Uhr

Abschluss, Mittagessen auf Wunsch
(nicht im Tagungsbeitrag inbegriffen)

 

*Sonntag, 7. Juni 2009

Wanderexkursion
10.00 Uhr Sonntag, 7. Juni 2009, 10.00 Uhr am Naturpark-Parkplatz „Dehnbuche“ zwischen Rohrbach bei Reichelsheim und Ober-Mossau

Dipl.-Geol. Jochen Babist
(Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald/Institut Europa Subterranea):

Altbergbauspuren – Bodendenkmäler oder Gefahrenpotential?

Vielen Einwohnern sind sie bekannt – die „Löcher“, meist im Wald gelegen, die auf Einbruch untertägiger Bergbaustollen zurückzuführen sind. Der Fachmann bezeichnet sie als „Pingen“. In der Bergbauregion bei Reichelsheim gibt es diese Spuren aus insgesamt 1200 Jahren Bergbaugeschichte. Einerseits stellen Bergbaurelikte im Untergrund ein Gefahrenpotential für die Bewirtschaftung dar, andererseits sind sie wertvolle Bodendenkmäler und Zeugnis unserer Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Wie geht man mit diesen Spuren um, wo liegt die (sinnvolle) Grenze zwischen Verwahrung und Erhaltung? Für die 5stündige Wanderung sind festes Schuhwerk, Rucksackverpflegung und wetterfeste Kleidung erforderlich.